Liwia Łuża, Küstensee bei Niechorze, Polen.
Liwia Łuża ist ein flacher Küstensee in der Nähe von Niechorze in Polen, der über einen Kanal mit der Ostsee verbunden ist. Das Ufer ist von dichten Schilfflächen gesäumt, und der See liegt inmitten einer Küstenlandschaft aus Wald und Dünen.
Bis 1945 trug der See den deutschen Namen Horst-Eiersberger See, abgeleitet von den am Ufer liegenden Orten Horst (heute Niechorze) und Eiersberg (heute Skalno). 1948 wurde der polnische Name Liwia Łuża amtlich festgelegt. Der Ort Skalno bewahrt in seinem deutschen Namen die Erinnerung an Eiersberg.
Liwia Łuża ist ein Vogelschutzgebiet, in dem Schwäne und verschiedene Wasservögel im Schilf brüten. Wer den Wanderweg entlanggeht, kann diese Tiere aus nächster Nähe beobachten.
Ein grün markierter Wanderweg umrundet den See und verbindet drei benachbarte Ortschaften, sodass man die Runde an verschiedenen Punkten beginnen kann. Das Gelände ist weitgehend flach, was die Strecke für die meisten Besucher angenehm begehbar macht.
Der Kanal, der den See mit der Ostsee verbindet, ist etwa 1000 Meter lang und heißt ebenfalls Liwia Łuża. Zwischen der Brücke an der ul. Wojska Polskiego und der Mündung wirken Tore als Rückschlagventil: Sie lassen das Seewasser in die Ostsee abfließen, verhindern aber, dass Sturmfluten Meerwasser in den See drücken, und begrenzen so den Rückstau bis zum Kanał Lądkowski.
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