Festung Küstrin, Militärfestung am Zusammenfluss von Oder und Warthe, Polen
Die Festung Kostrzyn nad Odrą ist ein Wehrbau an der Mündung der Oder und Warthe im Grenzgebiet zwischen Polen und Deutschland. Das Gelände wird von massiven Wällen und Bastionen umschlossen, von denen das Berliner Tor und das Kietzer Tor noch heute sichtbar sind.
Die Festung wurde im 16. Jahrhundert errichtet und erlebte ihre bedeutsamsten Veränderungen während der Kriege des 17. und 18. Jahrhunderts. Der Ort war strategisch wichtig für mehrere europäische Mächte und wechselte mehrmals den Besitzer, bevor er im 20. Jahrhundert stark beschädigt wurde.
Der Name des Ortes stammt vom slawischen "Kostrzyn", was auf die alte Besiedlung hinweist. Heute können Besucher in den erhaltenen Gebäuden Ausstellungen zur Militärgeschichte sehen, die das Alltagsleben in der Festung dokumentieren.
Der beste Weg, das Gelände zu erkunden, ist ein geführter Rundgang, der an der Touristeninformation im wiederhergestellten Berliner Tor beginnt. Bequeme Schuhe sind empfehlenswert, da das Terrain uneben ist und viele Wege über die alten Wälle führen.
Der alte Stadtkern innerhalb der Festungsmauern ist heute nur noch ein Feld aus Grundmauern und Kellern, weshalb der Ort manchmal als Pompeji an der Oder bezeichnet wird. Diese Überreste zeigen, wie dicht besiedelt die Festung einst war, bevor sie zerstört wurde.
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