Kostrzyn nad Odrą, Grenzstadt im westlichen Polen
Kostrzyn nad Odrą ist eine Stadt im Westen Polens, wo die Warthe in die Oder mündet und eine natürliche Grenze zu Deutschland bildet. Diese Lage am Zusammenfluss zweier großer Flüsse machte den Ort über Jahrhunderte zu einem wichtigen Knotenpunkt für Handel und Verkehr.
Eine Urkunde erwähnt die Siedlung erstmals im Jahr 1201, später fiel sie unter die Kontrolle der Templer. Das mittelalterliche Zentrum wurde im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört und danach nie wieder aufgebaut.
Die Stadt erfuhr 1945 einen demografischen Wandel, als deutsche Bewohner die Stadt verließen und polnische Flüchtlinge neue Gemeinschaften gründeten.
Ein öffentlicher Park zeigt heute die Grundmauern und Keller ehemaliger Gebäude, mit Schildern, die frühere Straßennamen und Standorte markieren. Das Gelände ist frei zugänglich und lässt sich zu Fuß erkunden.
Das Festungsgelände des 17. Jahrhunderts liegt heute innerhalb des Landschaftsschutzgebiets Warthebruch, wo man Relikte der alten Befestigungsanlagen zwischen Schilfgürteln und Auenwiesen entdecken kann. Die Wasserläufe und Wassergräben der einstigen Verteidigungslinien sind teilweise noch sichtbar.
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