Ruhrkämpferehrenmal, Gedenkmonument im Stadtteil Horst, Deutschland
Das Ruhrkämpferehrenmal besteht aus 24 rechteckigen Säulen aus Ruhrsandstein, die in einem Kreis angeordnet sind und jeweils drei Meter in die Höhe ragen. Die gesamte Anlage misst etwa 20 Meter im Durchmesser und wirkt wie eine moderne steinerne Komposition in der Landschaft des Ruhrgebiets.
Das Denkmal wurde 1934 unter dem Nazi-Regime errichtet und sollte Kämpfer aus den Jahren 1918 bis 1920 ehren, die gegen revolutionäre Arbeiter gekämpft hatten. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfuhr die Stätte eine grundlegende Umgestaltung in ein Mahnmal für die Opfer von Gewalt und Krieg.
Der Ort trägt den Namen der Kämpfer aus der Nachkriegszeit und wurde später als Mahnmal gegen Krieg umgestaltet. Heute können Besucher an diesem Platz über die Transformation von Denkmälern und ihre wechselnde Bedeutung nachdenken.
Das Gelände liegt nahe der Stadtgrenze zwischen Essen und Bochum-Dahlhausen, in der Nähe eines Eisenbahnmuseums. Der Ort ist zu Fuß zugänglich und gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, wenn man aus der Innenstadt kommt.
Die kreisförmige Anordnung der Säulen erinnert überraschend an die vorgeschichtliche Struktur von Stonehenge und zeigt ein seltenes modernes Beispiel dieser architektonischen Form. Bronzeplaketten mit Namen wurden inzwischen aus Sicherheitsgründen in die Essener Stadtarchive verlegt.
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