Augustusbad, Ehemaliges Heilbad mit Mineralquelle in Liegau-Augustusbad, Radeberg, Deutschland
Das Augustusbad ist ein ehemaliges Heilbad im Radeberger Ortsteil Liegau-Augustusbad, das 1719 an einer in alten Bergwerksstollen entdeckten Quelle eröffnet wurde. Die erhaltenen Gebäude und das parkähnliche Gelände stehen unter Denkmalschutz. Das Areal liegt am westlichen Rand des Waldgebiets der Landwehr.
Ein Bürgermeister entdeckte 1717 kohlensäurehaltiges Wasser in alten Silberbergbau-Stollen, woraufhin 1719 das erste Heilbad dieser Art gegründet wurde. Das Badehaus zog schnell Besucher an und entwickelte sich zu einem bekannten Kurort der Region.
Der Name des Bades geht auf Augustus den Starken zurück, der im 18. Jahrhundert das Wasser wegen seiner heilenden Wirkung schätzte und regelmäßig Lieferungen nach Dresden bestellen ließ. Der Ort war für viele Menschen ein beliebtes Ziel, um von den Quellen zu profitieren.
Die erhaltenen Kurbadgebäude und das ehemalige Parkgelände des Augustusbades stehen als Denkmale im Radeberger Ortsteil Liegau-Augustusbad, am Westrand des Landwehrwaldes. Das Areal liegt im Tannengrund, einem rechten Seitental der Großen Röder am Nordhang des Silberberges. Nach der Wiedervereinigung scheiterten neue Nutzungspläne, daher ist mit einer teils ungenutzten Anlage zu rechnen, nicht mit einem betriebenen Heilbad.
Das Kinderheim von 1875 war das erste in Deutschland, doch die spätere Nutzung des Areals ist weniger bekannt: In der DDR-Zeit waren dort eine Polizeischule und ein Altenheim untergebracht. Nach der Wiedervereinigung scheiterten neue Nutzungspläne aus verschiedenen Gründen.
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