Grundmühle Liegau-Augustusbad, Mühlengebäude mit hinterem Anbau, östliches und nordwestliches Nebengebäude sowie Scheune eines Mühlenanwesens; Mühlengebäude (ehem. Gasthaus), bezeichnet im Schlussstein 1826, östliches Nebengebäude Obergeschoss Fachwerk (ehem. Bäckerei),
Die Grundmühle Liegau-Augustusbad ist ein Wassermühlengebäude an der Großen Röder mit mehreren Bauten, darunter ein Bäckerhaus mit Überresten eines originalen Ofens. Die Anlage dokumentiert durch ihre verschiedenen Strukturen die Funktionsweise einer Mehrzweck-Mühle mit Bäckerei-Betrieb.
Karl Gottlieb Arnoldt errichtete die Mühlenanlage 1826 an dieser Stelle an der Röder. Im Verlauf der Industrialisierung wandelte sich die Nutzung vom Getreidemahlen zur Restaurantwirtschaft, wodurch die Anlage ein neues Leben erhielt.
Die Mühle zeigt traditionelle deutsche Techniken der Wasserkraftnutzung, wie sie über Generationen hinweg in ländlichen Gegenden praktiziert wurden. Die Gebäude mit ihren 19. Jahrhundert-Details sind Zeugnisse dieser handwerklichen Kultur.
Das Gelände ist über den Rundwanderweg um Radeberg und den Fernwanderweg Lusatische Schlange erreichbar, welche die Region durchqueren. Besucher sollten gutes Schuhwerk mitbringen, da die Wanderwege teilweise unbefestigt sind.
Der Naturwissenschaftler Georg Naumann verbrachte dort zwischen 1916 und 1919 mehrere Jahre und erlernte das Handwerk des Mühlenbetriebs und des Bäckers. Diese Phase prägte seine späteren wissenschaftlichen Arbeiten und zeigte die enge Verbindung zwischen praktischem Handwerk und intellektueller Arbeit der Zeit.
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