Finsteres Loch, Natürliche Höhle am Rosenstein, Heubach, Deutschland.
Finsteres Loch ist eine Höhle im Rosenstein bei Heubach mit zwei natürlichen Eingängen und einer künstlich geschaffenen Öffnung, die Fenster genannt wird. Der Gang erstreckt sich etwa 140 Meter durch das Gestein und verbindet mehrere Kammern miteinander.
1919 legte der Heubacher Heimatforscher Franz Keller im Eingangsbereich Brandschichten frei, die auf längere Aufenthalte von Menschen schließen lassen. Neben mittelalterlichen Gefäßscherben und zahlreichen menschlichen und tierischen Knochen fand er Ringe, Messer und eine Kupfermünze römischen Ursprungs.
Der Name der Höhle, früher Finsterloch geschrieben, verweist auf ihr dunkles Inneres. Ausgrabungen des Heubacher Heimatforschers Franz Keller im Jahr 1919 legten im Eingangsbereich ausgedehnte Brandschichten frei, dazu mittelalterliche Gefäßscherben, zahlreiche menschliche und tierische Knochen, Ringe, Messer und eine Kupfermünze römischen Ursprungs. Die Funde lassen auf längere Aufenthalte von Menschen in der Höhle schließen.
Die Höhle ist nur zu Fuß über teilweise unbefestigte Waldwege an der bewaldeten Südseite des Rosensteins erreichbar, rund zwei Kilometer östlich von Heubach. Von Anfang Mai bis Ende September steht der Südeingang offen, ein Höhlenführer ist nicht nötig, Eintritt wird nicht erhoben. Künstliches Licht gibt es nicht, der Gang führt unbefestigt über Geröll und einige steile Abschnitte; tragbare Lampen mit Reserve, festes Schuhwerk und robuste Kleidung sind erforderlich. Bei Alleinbefahrungen besteht das Risiko, bei einem Unfall keine Hilfe zu erhalten.
Der seitliche Zugang namens Fenster wurde künstlich geschaffen, wie Bearbeitungsspuren im Fels zeigen; wann und zu welchem Zweck, ist unbekannt. Die Höhle ist mit 140 Metern die längste der über 30 Höhlen am Rosenstein, und ihre drei Zugänge sind im Winter für überwinternde Fledermäuse vergittert.
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