Kunstpavillon Eisenach, Ausstellungshalle in Eisenach, Deutschland.
Der KUNSTpavillon ist ein Ausstellungsgebäude an der Wartburgallee in Eisenach, das große Fensterflächen und originale Steinkacheln im Inneren aufweist. Der Bau befindet sich gegenüber des Kartausgartens und dient heute als Raum für wechselnde Kunstausstellungen und kulturelle Veranstaltungen.
Die Ausstellungshalle wurde 1967 nach einem Entwurf des Eisenacher Architekten Günter Werrmann errichtet und am 27. Oktober 1967 als Wartburgpavillon mit einer Dauerausstellung von Automobilen aus Eisenacher Produktion eröffnet. Nach dem Auszug der Fahrzeugausstellung 1994 stand das Gebäude leer, bis der Bildhauer Peter Schäfer den Abriss abwendete; ab 2007 wurde es für Gegenwartskunst genutzt und 2013 als Kulturdenkmal ausgewiesen.
Das Gebäude gilt als Sachzeugnis der sogenannten Ostmoderne mit Bezügen zu Bauten von Walter Gropius und Ludwig Mies van der Rohe. Weite Teile des Interieurs stammen noch aus der Fahrzeugausstellung: Steinmosaikflächen, Paneele, Bodenplatten, eine Drehbühne und Mobiliar. Der Bildhauer Peter Schäfer und der Verein Zentrum für Gegenwartskunst e.V. betreiben hier einen nicht kommerziellen Kulturbetrieb.
Der Pavillon liegt an der Wartburgallee 47 im Eisenacher Südviertel, gegenüber dem Kartausgarten mit Wandelhalle; östlich überragt die Ruine des einstigen Kurhotels Fürstenhof den Hang. Das Gebäude ist von einer Grünanlage mit modernen Skulpturen umgeben. Ausstellungen, Kabarett sowie Blues- und Jazzkonzerte finden zu wechselnden Terminen statt, daher lohnt vor dem Besuch ein Blick auf das aktuelle Programm.
Das Gebäude zog als Fahrzeugmuseum bis 1994 etwa drei Millionen Besucher an und war damals ein beliebtes Ausflugsziel in der Region. Diese hohe Besucherzahl zeigt, wie sehr die Menschen die Geschichte der Automobilherstellung mit dem Ort verbunden haben.
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