Mahnmal zum „Entjudungsinstitut“, Mahnmal in Eisenach, Deutschland.
Das Denkmal besteht aus Cor-Ten-Stahlplatten, die absichtlich Lücken haben und Inschriften in Deutsch und Englisch tragen. Die Platten sind so angeordnet, dass sie die Zerstörung von religiösen Grundlagen durch ihre physischen Unterbrechungen darstellen.
Acht protestantische Landeskirchen errichteten dieses Denkmal 2019, um ihre Beteiligung am anti-semitischen Institut anzuerkennen, das von 1939 bis 1945 tätig war. Die Errichtung mehr als 70 Jahre später zeigt den langen Weg zur öffentlichen Verantwortungsübernahme.
Das Denkmal trägt Worte aus der Darmstädter Erklärung, einer protestantischen Schuldbekkenntnis von 1947, die bis heute an die Versöhnung zwischen Religionen erinnert. Besucher können hier sehen, wie dieser Text die Verantwortung der Kirchen für ihre damalige Rolle ausdrückt.
Das Denkmal befindet sich am Anfang der Bornstrasse und ist leichter zugänglich als das ursprüngliche Institutsgebäude, das auf einem steilen Hang liegt. Sie können die Inschriften von beiden Seiten lesen und haben hier einen offenen Platz zum Innehalten.
Die Stahlplatten sind absichtlich mit Lücken gestaltet, die das Verfahren symbolisieren, das damals heilige Texte verfälschte und ihre Bedeutung zerstörte. Diese visuelle Metapher verbindet das Material selbst mit dem Thema der geistigen Zerstörung.
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