Schloss Harnekop, Herrenhaus in Harnekop, Deutschland
Schloss Harnekop war ein zweistöckiges Herrenhaus mit jeweils dreizehn Fenstern an den Hauptfassaden und charakteristischen Mansarddächern. Die Gebäudestruktur zeigte die Handschrift klassischer Landarchitektur des frühen 18. Jahrhunderts.
Das Herrenhaus entstand zwischen 1712 und 1717 unter Paul Anton von Kameke als Neubau auf dem Gelände. Es wechselte mehrfach den Besitzer, bis es 1945 durch Kriegseinwirkungen zerstört wurde.
Das Anwesen gehörte bedeutenden Persönlichkeiten wie dem russischen Gesandten Graf Peter Friedrich Christian von Golowkin, der es 1772 Schloss Monchoix nannte.
Heute sind vom Herrenhaus nur noch geringe Reste vorhanden, da die Struktur um 1970 vollständig abgerissen wurde. Die Materialien wurden von lokalen Bewohnern für Bauzwecke wiederverwendet.
Das Anwesen diente ab Juli 1932 als Schulungsstätte für die SA und wurde im Frühjahr 1945 kurzzeitig vom Reichskanzler selbst für eine militärische Lagebesprechung genutzt. Diese Episode zeigt die wechselhafte Rolle des Ortes während der NS-Zeit.
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