Schloss Prötzel, Barockanlage in Prötzel, Deutschland.
Die Schlossanlage Prötzel ist ein zweistöckiges Herrenhaus mit symmetrischem Grundriss, zentralem Eingang und großen Fenstern, die von barocker Ornamentik umrahmt sind. Das Gebäude zeigt die typischen Merkmale des deutschen Barocks mit ausgewogenen Proportionen und aufwändigen Dekorationen an Fassade und Dachkonstruktion.
Der Gutshof wurde zwischen 1712 und 1717 von dem renommierten Architekten Andreas Schlüter entworfen und für Paul Anton von Kameke, einen wohlhabenden Adligen, erbaut. Das Gebäude entstand in einer Zeit, als dieser Baustil in Deutschland florierte und die Macht des Adels architektonisch demonstrierte.
Der Gutshof spiegelt durch seine formale Anlage und großzügigen Proportionen die Wertvorstellungen des Adels wider, der hier residierte. Besucher können in der Architektur die Vorlieben der damaligen Oberschicht für Ordnung und Repräsentation ablesen.
Das Anwesen liegt in der ländlichen Region Brandenburg und ist am besten bei Tageslicht zu besichtigen, wenn die Details der Fassade deutlich sichtbar sind. Die Umgebung bietet wenig Infrastruktur, daher sollte man sich vorher über Öffnungszeiten informieren und mit längeren Fußwegen rechnen.
Während des Zweiten Weltkriegs diente das Herrenhaus von August 1943 bis Anfang 1945 als Residenz des Apostolischen Nuntius Cesare Orsenigo, des Vertreters des Papstes in Deutschland. Diese unerwartete Rolle zeigt, wie das Gebäude während der politischen Wirren dieser Zeit Zuflucht bot.
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