Schlachthof, Architektonisches Denkmal in Bad Kissingen, Deutschland
Der Schlachthof ist ein 1923 bis 1925 nach Plänen des Stuttgarter Architekten Josef Hennings errichteter Bau im späten Jugendstil, die Bauleitung hatte Stadtbaudirektor Hans Husslein. Das grau verputzte Hauptgebäude hat einen hohen Mittelgiebel und niedere Seitenflügel mit roten Ziegeldächern; die Eingangsfront ist eine offene Säulenhalle mit Rundbogentor, über dem eine Bauplastik von Heinrich Salomon den Bürgermeister Max Pollwein über dem Stadtwappen und einem Widderschädel zeigt. Der gesamte Komplex samt Vorhof ist 87,50 Meter lang, 51 Meter breit und fast 30 Meter hoch.
Der Bad Kissinger Schlachthof wurde 1923 bis 1925 nach Plänen des Stuttgarter Architekten Josef Hennings gebaut, die Bauleitung hatte Stadtbaudirektor Hans Husslein. Er ersetzte ein älteres Schlachthaus, das den Anforderungen nicht mehr genügte; dessen Abriss neben der Alten Synagoge beschloss der Stadtrat 1927. In Betrieb war die Anlage vom Herbst 1925 bis Dezember 2002, der Bau kostete fast zwei Millionen Reichsmark.
Die Bad Kissinger nennen den ehemaligen Schlachthof „Ochsenkathedrale“, weil seine zentrale Halle mit fast 50 Metern Länge und 17 Metern Höhe wie ein Kirchenschiff wirkt. Besucher zahlten früher 50 Pfennig, um vom Erdgeschoss über eine breite Eisenbetontreppe und zwei Wendeltreppen zu den beiden Galerien zu gelangen und beim Schlachten zuzusehen. Die Wände der Halle sind bis fünf Meter Höhe mit türkisblauen Siegersdorfer Keramikplatten ausgekleidet, die am oberen Rand Tiermotive tragen.
Der Komplex liegt an der Würzburger Straße 4, symmetrisch gerahmt von den Wohngebäuden Nummer 2 und 6. Die Eingangsfront bildet einen offenen Säulenvorhof, sodass Fassade und Rundbogendurchfahrt jederzeit von außen zu sehen sind. Das Areal liegt nördlich der Innenstadt und ist zu Fuß über die Würzburger Straße erreichbar.
Die Wände der zentralen Halle sind bis zu fünf Meter hoch mit türkisblauen Siegersdorfer Keramikplatten ausgekleidet, deren oberer Rand Tiermotive trägt. Zwei Galerien säumen das Mittelschiff, erreichbar über eine breite Eisenbetontreppe und zwei Wendeltreppen; Kurgäste zahlten einst 50 Pfennig, um von oben beim Schlachten zuzusehen.
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