Blinkerdenkmal, Kriegsdenkmal auf dem Landgrafenberg in Jena, Deutschland
Das Blinkerdenkmal ist ein rund vier Meter hohes Ehrenmal auf dem Landgrafenberg in Jena: ein Kalksteinwürfel, der ursprünglich einen überdimensionalen Stahlhelm sowie auf Vorder- und Rückseite je ein großes Eisernes Kreuz mit Eichenlaub trug. Nach 1945 wurden Helm, Kreuz, Eichenlaub und Inschrift entfernt; 2021 kamen ein stilisierter Stahlhelm mit Blinkgerät (angelehnt an das Luftverkehrs-Blinkgerät L Blink 17) und die Inschrift „1914 DEN GEFALLENEN 1918“ hinzu.
Das Monument wurde 1921 eingeweiht und gedenkt deutscher Signaltruppen, die im Ersten Weltkrieg starben. Nach 1945 wurden militärische Symbole entfernt, um es der neuen Zeit anzupassen.
Der Ort ehrt Soldaten, die hier mit Lichtsignalen kommunizierten, einer Methode, die vor modernen Funktechniken revolutionär war. Besucher können heute noch die Inschriften lesen, die an diese Pioniere der Nachrichtentechnik erinnern.
Das Denkmal steht auf dem Landgrafenberg nahe dem 363 Meter hohen, kahlen Windknollen, wo die Blinker einst übten; man erreicht es zu Fuß durch den Wald, und die Reservistenkameradschaft, die es wiederherstellte, pflegt auch die zwei von ihr gestifteten serbischen Fichten und das Umfeld.
Im Mai 2018 bat die Reservistenkameradschaft den Kulturausschuss des Jenaer Stadtrats, das Denkmal wieder in den Zustand von 1921 zu versetzen, was eine öffentliche Debatte über eine symbolische Remilitarisierung auslöste. Das Ergebnis war eine neue Inschrift „1914 DEN GEFALLENEN 1918“ und ein stilisierter Stahlhelm mit einem Blinkgerät nach dem Vorbild des Luftverkehrs-Blinkgeräts L Blink 17, eingeweiht am 29. Mai 2021, genau 100 Jahre nach der ersten Feier.
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