St. Marien, Gotische Kirche in Freyburg, Deutschland
St. Marien ist eine spätromanische Basilika aus Kalksteinquadern mit drei Türmen: einem Westturmpaar nach dem Vorbild der Osttürme des Naumburger Doms und einem gedrungenen Vierungsturm mit Rhombendach aus Kupfer. Das kurz vor 1500 erbaute spätgotische Hallenlanghaus hat vier querrechteckige Joche und acht Seitenschiffsjoche, getragen von sechs achteckigen Pfeilern. Die dreiseitig offene westliche Vorhalle, das „Paradies“, birgt das 1940 wieder eingebaute romanische Tympanon mit der thronenden Muttergottes, dem Jesuskind und Engeln mit Weihrauchfässern.
Der Bau begann um 1220 unter Landgraf Ludwig IV. von Thüringen und seiner Gemahlin Elisabeth; dendrochronologische Untersuchungen datieren wesentliche Teile auf 1225. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts wurde die romanische Apsis durch den heutigen gotischen Chor ersetzt, im zweiten Viertel des Jahrhunderts die Sakristei angefügt. Um 1500 entstand mit dem spätgotischen Hallenlanghaus die heutige Gestalt.
Der spätgotische Hochaltar von um 1500 mit der geschnitzten Krönung Marias im Zentrum und das Taufbecken von 1592 prägen die Ausstattung. Zahlreiche Grabmonumente des 16. und 17. Jahrhunderts stehen im Inneren. Die Kirche liegt an der südlichen Route der Straße der Romanik.
Die Kirche liegt südöstlich des rechteckigen Freyburger Marktplatzes an der östlichen Stadtgrenze und gehört zur Südroute der Straße der Romanik. Die westliche Vorhalle, das sogenannte Paradies, öffnet sich mit drei großen Spitzbögen auf Säulen zum Platz. Die südliche Vorhalle trägt die Jahreszahl 1493.
Die Südvorhalle trägt die Jahreszahl 1493, und das 1940 wieder eingebaute Westtympanon zeigt die thronende Muttergottes mit dem Jesuskind, flankiert von Engeln mit Weihrauchfässern. Im südlichen Fenster des Vierungsturms befindet sich ein steinernes Figürchen, das eventuell zur Abwehr von Dämonen dienen sollte.
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