Alte Burg, Ehemaliger Burgplatz in Mühltal, Deutschland
Die Alte Burg ist eine vollständig abgegangene frühmittelalterliche Spornburg auf dem Altenburgkopf (266 m ü. NHN), einem Sporn an der Ostseite des Schloßbergs unterhalb der Burg Frankenstein, rund 250 m westnordwestlich der Dorfkirche von Nieder-Beerbach. Es wurden keinerlei Reste gefunden, nur Fundamentreste, was eine hölzerne Burg nahelegt; der Platz bot höchstens Raum für einen Wohnturm. Der den Sporn umlaufende Weg gilt als ehemaliger Burggraben, der noch im 19. Jahrhundert erwähnt wurde.
Die Alte Burg entstand vermutlich Mitte des 11. Jahrhunderts auf dem Bergsporn Altenburgkopf, rund 250 m westnordwestlich der Nieder-Beerbacher Dorfkirche. Der kleine Platz bot wohl kaum mehr als einem Wohnturm Raum; da nur Fundamentreste gefunden wurden, ist eine hölzerne Burg anzunehmen. Galt sie als Vorburg der Burg Frankenstein, wurde sie im 13. Jahrhundert aufgegeben, als die neue Hauptburg auf der Bergspitze erbaut wurde. Urkundliche Nachweise zu Besitzern und Aussehen fehlen bis heute.
Die abgegangene Burg lebt im Dialekt als „Die áld Bejje“ weiter, der alte Flurname des Sporns. Der Sage nach verbanden unterirdische Gänge den Ort mit der Burg Frankenstein, der Nieder-Beerbacher Kirche und der ehemaligen Martinskapelle in Bessungen, in denen ein Schatz aus Gold, Silber und Wein liegen soll. Schatzgräber gruben hier zu Pfingsten 1763, 1770/71 und 1787, bis ein Mann beim Einsturz eines Stollens starb.
Es sind keine Ruinen oder Mauern zu sehen: Die Burg ist vollständig abgegangen, daher sucht man das Gelände und nicht Mauerwerk. Der Ort liegt auf dem Bergsporn Altenburgkopf (266 m), rund 250 m westnordwestlich der Nieder-Beerbacher Dorfkirche, an der Ostseite des Schloßbergs unterhalb der Burg Frankenstein. Der Weg, der den Sporn umläuft, gilt als ehemaliger Burggraben, der noch im 19. Jahrhundert Erwähnung fand.
Der Volksmund erzählt von unterirdischen Gängen, die die verschwundene Burg mit der Burg Frankenstein, der Nieder-Beerbacher Kirche und der ehemaligen Martinskapelle in Bessungen verbunden haben sollen, mit einem Schatz aus Gold, Silber und Wein. Pfingsten 1763 durchwühlte eine Gruppe Schatzgräber, angeblich mit Erlaubnis Ludwigs VIII. von Hessen-Darmstadt, den Bergsporn; erst der Tod eines Mannes beim Einsturz eines Stollens beendete die Suche. Auch die Versuche von 1770/71 und 1787 blieben erfolglos und brachten nur Mauerfragmente zur Kirche und zu einer Quelle.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.668 Mitwirkenden weltweit.