Magnetsteine, Naturdenkmal in Nieder-Beerbach, Deutschland
Magnetsteine ist eine Felsgruppe, die sich entlang des Bergrückens bei 419,7 Metern Höhe im Odenwald erstreckt. Die Klippen und einzelnen Steinblöcke liegen verstreut zwischen Bäumen und bieten vom Kamm aus Ausblicke ins umgebende Waldgebiet.
Das Grundgestein bildete sich vor 360 Millionen Jahren durch vulkanische Prozesse im Erdaltertum. Achilles Andreae und Walter König führten 1888 die erste wissenschaftliche Untersuchung der magnetischen Eigenschaften durch und veröffentlichten ihre Ergebnisse über die Gesteinszusammensetzung.
Der Name Ilbesberg erinnert an germanische Vorstellungen von besonderen Naturkräften, die sich hier zeigen. Besucher finden heute Informationstafeln, die über die alten Geschichten und die tatsächlichen geologischen Eigenheiten berichten.
Wanderwege vom Parkplatz bei Burg Frankenstein führen durch den Wald hinauf zu den Felsgruppen, wobei der Alemannenweg entlang der Steine verläuft. Ein Kompass kann die magnetischen Effekte direkt vor Ort zeigen, wenn man ihn nahe an die Felsen hält.
Blitzeinschläge erhitzten das Gestein über 570 Grad Celsius und veränderten die Mineralstruktur dauerhaft, sodass sich ein natürliches Magnetfeld bildete. Die Kompassnadel weicht bis zu 30 Grad von Nord ab, wenn man sich den Steinen nähert.
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