Großsteingrab Teufelsbackofen, Neolithischer Dolmen im Everstorfer Forst, Deutschland
Das Großsteingrab Teufelsbackofen ist ein Megalithgrab im Everstorfer Wald bei Bernstorf, das aus sieben Tragsteinen und zwei Decksteinen besteht und von einem Steinkreis umgeben ist. Die Anlage gehört zur südlichen Gruppe von Megalithanlagen in dieser waldreichen Region.
Der Dolmen mit der Sprockhoff-Nr. 312 entstand zwischen 3500 und 2800 v. Chr. als Anlage der Trichterbecherkultur. 1966 grub Ewald Schuldt die Anlage aus und rekonstruierte sie: Der verlagerte Deckstein wurde wieder aufgelegt, die Steine der Umfassung wieder in ihre kreisförmige Anordnung gebracht. Die spärlichen Funde bestanden aus menschlichen Knochen, einem Querschneider und Scherben von Gefäßen der Einzelgrabkultur.
Der Name Teufelsbackofen ist eine spätere volkstümliche Bezeichnung für die Kammer, deren Decksteine und Schälchen man als Backspuren deutete. Der östliche Deckstein trägt zahlreiche Schälchen bis 6 cm Durchmesser und 3 cm Tiefe, teils auch innen; der zweite Deckstein zeigt nur wenige.
Die Stätte liegt im Everstorfer Wald nahe der Straße B105 und ist leicht erreichbar, wobei die umliegende Landschaft flach und bewaldet ist. Besucher sollten mit Waldwegen rechnen und Wetterschutz mitbringen, besonders wenn es regnet.
Der östliche Deckstein an der Zugangsseite trägt zahlreiche Schälchen von bis zu 6 cm Durchmesser und 3 cm Tiefe, einige auch auf der Innenseite; der zweite Deckstein zeigt nur wenige. Die Grabung von 1966 erbrachte zudem einen Querschneider und Scherben von Gefäßen der Einzelgrabkultur.
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