Peterskirchlein, Klassizistische Kirche in Regensburg, Deutschland.
St. Peter in Regensburg ist ein kleiner klassizistischer Saalbau mit dreiachsigem Langhaus, eingezogenem Chor und Westturm unter steilem, dunklem Pyramidendach. Die Wände sind hellgelb, die Dächer braun gedeckt; rundbogige Fenster mit dunklem Glas und hellem Steinrahmen sitzen am Langhaus und am niedrigeren Seitenvorbau, in der Mitte der unteren Wand eine dunkle Tür. An der Westfassade hängen zwei Erinnerungstafeln.
Georg Michael Wittmann ließ hier 1806 eine Kapelle nach Plänen von Emanuel Herigoyen als Friedhofskirche des neuen katholischen Friedhofs vor den Toren errichten. Von dieser Kapelle zeugt nur noch der Chor: Langhaus und Westturm wurden 1821 vollendet, elf Jahre nachdem Regensburg an das Königreich Bayern gefallen war. Felicitas von Neuenstein, letzte Fürstäbtissin von Obermünster, trug einen Großteil der Baukosten. Der katholische Friedhof wurde 1888–1892 für den neuen Hauptbahnhof aufgegeben.
Die Kirche ist ein zentraler Ort für Gottesdienste und religiöse Feiern in Regensburg, wo Besucher die Verbundenheit der Gemeinde mit ihrer Glaubenstradition spüren können. An Festtagen versammeln sich hier Menschen zu besonderen Zeremonien und Messen, die das religiöse Leben der Stadt widerspiegeln.
Die Kirche ist für Besucher zugänglich, wird aber regelmäßig für Gottesdienste genutzt, weshalb man die Besuchszeiten berücksichtigen sollte. Geführte Touren bieten Einblicke in die Architektur, doch es ist ratsam, sich vorab über verfügbare Termine zu informieren.
An der Westfassade hängen zwei Erinnerungstafeln: Die obere gilt Bischof Georg Michael Wittmann, dessen Herz hier bestattet ist, eine weitere ist Johannes Kepler gewidmet. Kepler wurde auf dem ehemaligen protestantischen Petersfriedhof begraben, doch sein Grab wurde 1633 zerstört und seine Lage nicht festgehalten. Die Tafel stiftete 1994 die Johannes Kepler Universität Linz.
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