Dom St. Marien zu Wurzen, Gotische Kathedrale in Wurzen, Deutschland
Dom St. Marien zu Wurzen ist eine Kathedrale in Sachsen mit gotischer Architektur und zwei markanten Türmen an den Seiten des Langhauses. Diese Türme tragen barocke Kuppeln und erreichen eine Höhe von etwa 42 Metern, was dem Gebäude seine charakteristische Silhouette verleiht.
Die Grundsteinlegung fand 1112 statt, und nur zwei Jahre später, 1114, weihte Bischof Herwig von Meißen das Gotteshaus ein. Das Gebäude durchlief seitdem verschiedene Phasen der Modernisierung und Umgestaltung, die seine ursprüngliche gotische Struktur bewahrt haben.
Der Innenraum zeigt Spuren verschiedener Epochen, von mittelalterlichen Strukturen bis zu expressionistischen Kunstwerken des 20. Jahrhunderts. Die Arbeiten des Bildhauers Georg Wrba prägen das spirituelle Erscheinungsbild des Raums und erinnern an Modernisierungsbestrebungen, die auch alte Kirchen durchlaufen haben.
Das Gebäude ist während regelmäßiger Gottesdienste und Konzertveranstaltungen offen, wobei die große Jehmlich-Orgel und die hervorragende Akustik besondere Höhepunkte bieten. Besucher sollten im Voraus prüfen, ob gerade Veranstaltungen stattfinden, um einen besseren Zugang zur Kirche zu gewährleisten.
Im Inneren hängen zwei Bronzeglocken, eine aus dem Jahr 1517 und eine aus dem Jahr 1751, die bis heute mit ihren ursprünglichen Tönen erklingen. Diese überraschend gut erhaltenen Instrumente sind ein seltenes Beispiel für mittelalterliche und frühe neuzeitliche Metallgießkunst, die in ihrer ursprünglichen Form erhalten geblieben ist.
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