Mariä Himmelfahrt, Filialkirche und Baudenkmal in Regensburg, Deutschland.
Mariä Himmelfahrt ist eine spätbarocke Saalkirche mit mittelalterlichem Kern am Neyweg 2 im Regensburger Stadtteil Dechbetten. Die hellgelbe Außenwand ist mit weißen Pilastern gegliedert; neben dem steilen Dach aus roten Ziegeln erhebt sich ein Nordturm mit grüner Welscher Haube und Kreuz. Drei hohe Bogenfenster sind gleichmäßig zwischen den Pilastern der Seitenwand verteilt, und die vordere Fassade endet in einem geschwungenen Giebel mit Kreuz über einem bogigen Eingang und einem Rundfenster. Eine niedrige helle Steinmauer läuft am Sockel entlang.
Abt Wolfgang Mohr von St. Emmeram ließ den mittelalterlichen Vorgängerbau von 1722 bis 1725 umbauen; 1726 wurde die Kirche geweiht. Bis 1817 war sie Pfarrkirche, zu ihrem Sprengel gehörten unter anderem Kumpfmühl, Pentling und Großprüfening. Kaiser Ferdinand III. besuchte sie am 22. Dezember 1636, dem Tag seiner Wahl zum deutschen König. Im Zweiten Weltkrieg beschädigt, wurde sie am 21. April 1974 durch Vinzenz Guggenberger wiedereröffnet.
Die Wallfahrt nach Dechbetten war besonders in der Barockzeit beliebt; Kaiser Ferdinand III. besuchte die Kirche am 22. Dezember 1636, dem Tag seiner Wahl zum deutschen König. Die Friedhofsmauer mit Portal stammt von 1628 und trägt Epitaphien der Prüfeninger Malerfamilie Gebhard aus dem 18. Jahrhundert. Beigesetzt sind hier die Maler Johann Gebhard (1676–1756) und Otto Gebhard (1703–1773), der Schmiedemeister und Bürgermeister Michael Hoferer (1820–1894) sowie der Volksmusiker Lothar Bauer (1928–2018).
Die Kirche befindet sich im Friedhofsgelände und kann während der üblichen Öffnungszeiten besucht werden. Es empfiehlt sich, bequeme Schuhe zu tragen und etwas Zeit einzuplanen, um die Details der Innenausstattung zu betrachten.
Die Orgel baute 1891 Joseph Franz Bittner aus Nürnberg als Opus 46 mit 11 Registern auf zwei Manualen und Pedal; die mechanischen Kegelladen sind erhalten. Gestiftet hat sie Johann Baptist Ulrich, der Pate Max Regers, zum Gedenken an seine Frau Jeanette, die Regers Entschluss zum Studium bei Hugo Riemann bei dessen Besuch in Königswiesen stützte. Eingeweiht wurde das Instrument am 31. Januar 1892.
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