St. Barbara-Hospital Duisburg, Medizinisches Gebäude in Neumühl, Duisburg, Deutschland.
Das St. Barbara-Hospital ist ein mehrstöckiges Gebäude mit roten Ziegelfassaden und großen Fenstern, das die architektonische Sprache des frühen 20. Jahrhunderts spricht. Die Struktur zeigt typische Merkmale der Krankenarchitektur jener Zeit mit funktionalen Grundrissen, die für Patientenfluss und Wartung optimiert waren.
Das Krankenhaus öffnete 1906 seine Türen, drei Monate früher als geplant, weil die Meningitis-Epidemie in der Region schnelle Hilfe erforderte. Die Anlage wuchs zum bedeutenden Gesundheitszentrum für die expandierende Arbeiterbevölkerung des Ruhrgebiets heran.
Das Krankenhaus war lange Zeit ein wichtiger Ort für die Gesundheitsversorgung in der Arbeiterstadt Duisburg. Die Gebäude zeigen noch heute die katholische Prägung, die für viele Einrichtungen im Ruhrgebiet kennzeichnend war.
Die Anlage ist für Besucher einsehbar, aber die Gebäude selbst befinden sich im Umbruch und sind nicht öffentlich zugänglich. Wer die Architektur von außen sehen möchte, kann die Fassaden vom Straßenrand aus betrachten.
Die Gebäude durchleben gerade einen großen Wandel, da der Komplex zu einem neuen Wohnquartier mit hunderten von Wohnungen umgebaut werden soll. Der Übergang vom Krankenhaus zur gemischten Wohnnutzung zeigt, wie Duisburg seine industrielle Vergangenheit in neue Lebensräume umwandelt.
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