Bedburg-Königshoven, Archäologische Ausgrabungsstätte in Bedburg, Deutschland
Die archäologische Stätte von Bedburg-Königshoven enthält zwei sorgfältig bearbeitete Hirschgeweih-Kopfbedeckungen mit Schädelmutationen und durchgestochenen Löchern, die vor etwa 9.780 Jahren in Flussablagerungen nahe der Erft vergraben wurden. Die Funde basieren auf einer Fülle anderer gut erhaltener Knochen von verschiedenen Tieren, die ein lebendiges Bild des Lebens in dieser frühen Zeit vermitteln.
Die Stätte wurde 1987 entdeckt, als Bagger bei Braunkohleabbauarbeiten auf alte Tierknochen stießen und damit die wertvollen Funde freigaben. Diese Grabung fand in den Überresten statt, die zurückblieben, nachdem der Tagebau das Dorf Morken zerstört hatte.
Die Hirschgeweih-Kopfbedeckungen zeigen, dass jägersammlerische Gemeinschaften hier rituelle Praktiken hatten, die über den reinen Alltag hinausgingen. Diese Objekte geben Einblick in die symbolische und soziale Welt von Menschen, die vor Jahrtausenden in dieser Region lebten.
Die Stätte selbst ist ein Ausgrabungsort mit begrenzttem öffentlichem Zugang, da die Arbeit der Forscher andauert. Die eigentlichen Objekte befinden sich in Forschungseinrichtungen, wo sie analysiert werden, daher sollten Besucher sich vorher über mögliche Ausstellungen erkundigen.
Die beiden Hirschgeweihe wurden so präzise bearbeitet und durchstochen, dass Forscher annehmen, dass sie als aufwendige zeremoniellen Kopfschmuck getragen wurden, möglicherweise bei speziellen rituellen Veranstaltungen. Die Tatsache, dass sie in dem feuchten Flussgebiet so lange erhalten blieben, macht sie zu außergewöhnlich seltenen Beispielen aus dieser fernen Epoche.
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