Synagoge Heidelberg, Gedenkstätte der ehemaligen Synagoge in Heidelberg, Deutschland
An der Ecke Lauerstraße und Große Mantelgasse markiert ein Gedenkplatz den Ort der früheren Synagoge von Heidelberg. Die Fläche zeigt Marmorstein-Umrisse der Grundmauern, Granitelemente für Fenster und zwölf Sandsteinkuben, die die Sitzbänke symbolisieren.
Die Synagoge wurde 1878 gebaut und diente der jüdischen Gemeinde von Heidelberg als Gotteshaus. Im November 1938 wurde sie während eines Nazi-Pogroms zerstört, ein einschneidendes Ereignis, das das Ende der jüdischen Gemeindeinfrastruktur in der Stadt markierte.
Der Gedenkraum zeigt die Grundrisse des zerstörten Gebäudes und erinnert an das jüdische Gemeindeleben, das hier über Jahrzehnte stattgefunden hat. Besucher können die räumliche Anordnung nachvollziehen und verstehen, wie dieser Ort einst genutzt wurde.
Der Gedenkplatz liegt an einer belebten Straßenecke und ist frei zugänglich für Besucher jederzeit. Informationstafeln erklären die Geschichte in mehreren Sprachen und helfen Besuchern, die Anordnung des ursprünglichen Gebäudes zu verstehen.
Die zwölf Sandsteinkuben haben eine doppelte Bedeutung: Sie zeigen sowohl die ursprüngliche Anordnung der Sitzbänke als auch die zwölf Stämme Israels. Diese symbolische Verbindung macht den Platz zu einem Ort der Erinnerung auf mehreren Ebenen.
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