Mariä Himmelfahrt, Pfarrkirche in Waldshut-Tiengen, Deutschland.
Die Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt ist eine Kirche in Waldshut-Tiengen mit einem gotischen Turm, dessen Unterbau von barocken Gestaltungselementen und aufwendigen Stuck-Verzierungen gekrönt wird. Das Innere zeigt reiche Dekoration mit kunstvollen Deckengemälden und sorgfältig gestalteten Wänden.
Der Bau wurde zwischen 1753 und 1755 unter Leitung des Architekten Peter Thumb errichtet und prägt seit damals das Stadtbild. Das Gebäude erlebte eine besondere Phase während des Kulturkampfes, als es von 1874 bis 1883 als Altkatholische Kirche genutzt wurde.
Die Deckengemälde zeigen religiöse Szenen von Eustachius Gabriel mit Maria Himmelfahrt, der Verklärung Christi und den Stadtpatronen Sebastian und Agatha. Diese Bilder erzählen wichtige Geschichten des Glaubens direkt über den Köpfen der Besucher.
Die Kirche steht auf einem Muschelkalkfelsensporn über der Stadt, direkt neben dem Schloss Tiengen; der Zugang führt bergauf durch die Altstadt. Der viereckige Turmunterbau des Vorgängerbaus blieb 1752 erhalten und zeigt noch Reste von Wandmalerei und Teile eines gotischen Sakramentshäuschens. Im Turm hängen neun Glocken; seine Aufrichtung meldete Zimmermeister Mathis Schildknecht am 10. Juni 1754.
Der heutige Hochaltar ist nicht der ursprüngliche: Aus Sparsamkeit malte Eustachius Gabriel an seiner Stelle eine perspektivische Himmelfahrt Marias, die 1870 wegen desolaten Zustands entfernt wurde. Unter Stadtpfarrer Hermann Spreter wurde 1938/39 ein neuer Hochaltar von Hermann Kramer aus Offenburg eingebaut.
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