Schloss Tiengen, Schloss in Waldshut-Tiengen, Deutschland
Schloss Tiengen ist eine Burganlage in Waldshut-Tiengen, Deutschland, die aus dem Alten Schloss mit Wehrturm und dem Neuen Schloss besteht. Die beiden Gebäude liegen oberhalb der historischen Altstadt und bilden zusammen einen zusammenhangenden Komplex mit verschiedenen Bauepochen.
Das Alte Schloss ist ein Wehr- und Wohnturm des 11. Jahrhunderts der Freiherren von Krenkingen. Im Schwabenkrieg 1499 belagerten 5000 Eidgenossen Tiengen, das sich am 21. April ergab; die Stadt wurde geplündert und in Brand gesteckt. Johann Ludwig I. von Sulz ließ das Schloss wiederaufbauen; 1641 brannte es im Dreißigjährigen Krieg erneut aus.
Im Alten Schloss befinden sich die Räume der Bürger- und Narrenzunft 1503, die auch den ehemaligen Speicher in eine Kunstgalerie umgebaut hat. Hier ist zudem das Tiengener Heimatmuseum untergebracht, mit einer Dauerausstellung über fünf Jahrhunderte jüdischen Lebens in Tiengen.
Das Schloss ist in Privatbesitz und von innen nicht zu besichtigen; im Alten Schloss befinden sich die Räume der Bürger- und Narrenzunft 1503 und das Tiengener Heimatmuseum. Der Komplex steht auf einer Niederterrasse etwa zehn Meter über der historischen Altstadt, unmittelbar neben der barocken Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, am Ausgang dreier Täler.
Das Tiengen-Schloss-Museum im Alten Schloss zeigt Ausstellungen zur jüdischen Geschichte der Stadt mit Originalstücken aus dieser Zeit. Diese Sammlung ist ein wichtiger Zeuge für ein vielfaltiges Kapitel der lokalen Vergangenheit, das viele Besucher überrascht.
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