Judenäule, Jüdische Begräbnisstätte und Rheininsel in Waldshut-Tiengen, Deutschland
Die Judenäule ist eine Rheininsel zwischen Deutschland und der Schweiz, die aus dem Wasser ragt und heute unter Naturschutz steht. Das Eiland misst etwa 240 Meter in die Länge und 80 Meter in die Breite und liegt dem Schweizer Eiland Grien gegenüber.
Zwischen 1689 und 1750 diente die Insel als Friedhof für jüdische Gemeinden, denen die Beerdigung in der Schweiz nicht erlaubt war. In den 1950er Jahren gruben Archäologen über 70 Gräber aus, die später auf den Friedhof in Endingen verlegt wurden.
Die Insel trägt ihren Namen wegen ihrer Vergangenheit als Begräbnisstätte für jüdische Gemeinden, deren Geschichte an diesem Ort sichtbar bleibt. Die wenigen Besucher, die hier herkommen, spüren die stille Bedeutung dieses Ortes, an dem Gräber ohne Grabsteine lagen und später woanders aufgestellt wurden.
Ein Beobachtungspunkt ist vom westlichen Eingang des Gewerbepark Hochrhein aus zu erreichen, von wo aus Treppen zum Wasser hinabführen. Das Eiland selbst ist nicht begehbar, aber von dieser Plattform aus lässt sich der Ort gut betrachten.
Das Eiland wurde um 2003-2004 durch einen aufwendigen Plan wiederhergestellt, bei dem ein ehemaliger Rheinarm mit Wasser gefüllt wurde. Dies machte es zu einem geschützten Biotop und zeigte, wie intensiv man sich mit der Bewahrung dieses Ortes beschäftigt.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.