Gutenburg, Mittelalterliche Burgruine bei Aichen, Waldshut-Tiengen, Deutschland.
Die Gutenburg ist eine Höhenburgruine im Stadtteil Aichen von Waldshut-Tiengen, auf einem felsigen Granithügel am unteren Ende des tiefen Schlücht-Taleinschnitts, wo sich das Tal zum Klettgau öffnet. Erstes bekanntes Bauwerk war ein im 10. Jahrhundert für das Kloster St. Gallen errichteter Turm; ab 1128 baute eine Adelsfamilie eine Burg um ihn. Der Turm blieb Lehen St. Gallens, auch als die Burg als Eigentum dieser Familie galt.
Im 10. Jahrhundert errichtete das Kloster St. Gallen auf diesem Granitsporn einen Turm zum Schutz seiner Güter zwischen Alb und Schlücht. 1128 gab das Kloster den Turm als Lehen an eine nicht namentlich bekannte Adelsfamilie, die um ihn eine Burg baute. 1187 ging die Burg an die Herren von Gutenburg über, von denen sie ihren Namen erhielt. 1525 nahmen Aufständische unter Hans Müller die Burg kurzzeitig ein.
Der Name Gutenburg stammt vermutlich von der Familie von Gutenburg, einem edelfreien Ministerialengeschlecht aus dem schweizerischen Aargau, und wurde um 1187 übernommen. Der im 13. Jahrhundert lebende Minnesänger Ulrich von Gutenburg könnte mit dem urkundlich mehrfach erscheinenden Ulrich von Gutenburg identisch sein. 1525 nahmen Aufständische unter Hans Müller die Burg mit Unterstützung der Stadt Waldshut zeitweise in Besitz.
Die Ruine liegt am unteren Ende des engen Taleinschnitts der Schlücht, dort wo sich das Tal zum Klettgau öffnet; der Zugang folgt dem in Schwarzwaldgranit eingeschnittenen Bach. Die Anlage ist eine Ruine ohne Besuchereinrichtungen, festes Schuhwerk ist für den unebenen Boden sinnvoll. Die nächstgelegenen Dienste bietet die Stadt Waldshut-Tiengen.
Ihren Namen erhielt die Gutenburg vermutlich erst ab 1187 von den Herren von Gutenburg, einem edelfreien Geschlecht aus dem Aargau; der im 13. Jahrhundert lebende Minnesänger Ulrich von Gutenburg könnte mit dem urkundlich mehrfach genannten Ulrich identisch sein. Im Mai 1525 nahmen Aufständische unter Hans Müller die Burg mit Unterstützung der Stadt Waldshut zeitweise ein, bis sie unterlagen und Schadenersatz leisten mussten.
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