Sperenberger Gipsbrüche, Naturschutzgebiet in Am Mellensee, Deutschland.
Die Sperenberger Gipsbrüche sind ein Naturschutzgebiet mit vier Seen, die in ehemaligen Steinbruchgruben entstanden sind, umgeben von steilen Felswänden auf insgesamt geschütztem Areal. Die Ränder dieser Seen sind mit natürlicher Vegetation bewachsen und bilden heute einen Raum, in dem Wasser und Stein zusammentreffen.
Die Gegend wurde vom 12. Jahrhundert bis 1958 intensiv auf Gips abgebaut, wobei zwischen 1867 und 1871 eine bahnbrechende Tiefbohrung stattfand. Diese Arbeit hinterließ die heutigen Seen und verwandelte ein flaches Gebiet in eine vielfältige Landschaft.
Der Name bezieht sich auf die Gipsabbautätigkeit, die das Landschaftsbild über Jahrhunderte geprägt hat und noch heute sichtbar ist. Besucher können dieses Erbe in der Struktur der Landschaft lesen, wo natürliche Seen und Felswände Zeugnis von menschlicher Arbeit ablegen.
Ein Wanderweg vom Dorf führt rund um alle vier Seen und ermöglicht es, das gesamte Areal zu erkunden. Der Untergrund kann feucht sein und es ist ratsam, geeignetes Schuhwerk zu tragen und Zeit für die gesamte Route einzuplanen.
Das Gebiet beherbergt Brandenburgs einzigen natürlichen Erdfallschacht und spezielle Lebensräume für europäische Fischotter, Mausohren und Eisvögel. Diese seltenen Tierarten sind an die besonderen Bedingungen der früheren Abbaulandschaft angepasst.
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