Gutshaus Neuhof, Herrenhaus in Neuhof, Zossen, Deutschland
Das Gutshaus Neuhof ist ein Herrenhaus in Zossen mit einer rechteckigen Grundform, einem Keller und seitlichen sowie zentralen Vorbauten. Die mittlere Erhebung an der Gartenseite ist ein charakteristisches Merkmal dieser Anlage.
Das Herrenhaus entstand 1757, nachdem zwölf Familien aus Klein Ziescht den Wolziger Luchs urbar gemacht hatten. Um 1890/1900 folgte ein Umbau. In den 1930er Jahren zog die Verwaltung einer Konservenfabrik, die Fleisch aus Berlin weiterverarbeitete, in das Gutshaus, während die Wirtschaftsgebäude zu Fabrikhallen und Lagerräumen wurden. Nach 1945 lief die Produktion als Werk Neuhof des VEB Havelland Obst- und Gemüseverarbeitung Beelitz weiter, bis das Werk Ende April 1990 schloss.
Der Name Neuhof bedeutet „neuer Hof“ und erinnert an die Ansiedlung von zwölf Familien aus Klein Ziescht auf dem Wolziger Luchs im Jahr 1757. Ab den 1930er Jahren diente das Gutshaus einer Konservenfabrik, die Fleisch aus Berlin weiterverarbeitete; nach 1945 betrieb der VEB Havelland Obst- und Gemüseverarbeitung Beelitz hier ein Werk für Obst-, Gemüse- und Fischkonserven bis Ende April 1990.
Das Gutshaus steht westlich der Straße Zum Wolziger See und östlich der Bundesstraße 96, die von Norden durch Neuhof führt; die Abzweigung Zum Wolziger See geht am Wolziger See nach Osten ab. Im Jahr 2020 stand das Gebäude leer, sodass Besucher es von der Straße aus betrachten und nicht mit Zutritt rechnen sollten.
Die ursprünglich gekröpften Gesimse und rundbogigen Fensterverdachungen sind durch die Umbauten verloren; Hiltrud und Carsten Preuß bedauern, dass der Architektenentwurf dadurch verwischt wurde. Die nach 1993 angelegte Ferienhaussiedlung erzeugt nach ihrer Einschätzung ein disparates Bild der Gemarkung.
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