Bunkeranlage Maybach I, Militärbunkerkomplex in Zossen, Deutschland.
Maybach I ist eine Bunkeranlage in Wünsdorf, Teil der Kommandozentrale Zossen, erbaut zwischen 1937 und 1940. Sie besteht aus zwölf Häusern mit künstlichen Dächern, Fenstern und Türen, getarnt als Landhaussiedlung. Die Bunker sind durch einen Ringstollen verbunden, und ein Südstollen im Norden verbindet sie mit dem Fernmeldebunker Zeppelin.
Der Bau von Maybach I begann 1937, das letzte Gebäude wurde 1940 fertiggestellt. Die Anlage diente dem Großteil des Oberkommandos des Heeres (OKH) im Zweiten Weltkrieg als Hauptquartier. Im April 1945 besetzte die Rote Armee das Gelände; nach dem Krieg wurde es demontiert und zum Teil gesprengt.
Die zwölf Häuser erhielten künstliche Dächer, Fenster und Türen, damit die Anlage aus der Luft wie eine Landhaussiedlung wirkte. Der Name Maybach I verweist auf die Maybach-Motorenwerke, eine Tarnbezeichnung. Erhalten sind der Ringstollen zwischen den Häusern und der Südstollen zum Fernmeldebunker Zeppelin.
Der Besuch kann nur mit vorheriger Anmeldung durch lokale Organisationen erfolgen, da die Strukturen unter Denkmalschutz stehen. Eine Führung ist notwendig, um die unterirdischen Anlagen sicher zu erkunden.
Die Bunkeranlage verfügte über eigene Wasserbrunnen, Dieselgeneratoren und Belüftungssysteme gegen chemische Kampfstoffe. Diese technischen Einrichtungen ermöglichten längere Aufenthalte in der vollständig isolierten Anlage.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.318 Mitwirkenden weltweit.