Christuskirche, Protestantische Kirche im Westend, Frankfurt, Deutschland.
Die Christuskirche ist eine neugotische, dreischiffige Basilika auf dem Beethovenplatz im Frankfurter Westend-Süd, errichtet 1881 bis 1883 nach einem Entwurf des aus Dänemark stammenden Architekten Aage von Kauffmann, der sich an mittelalterlichen Kirchen der Bretagne und Englands orientierte. Die Außenwände aus grobem Naturstein gliedern behauene Stützpfeiler und Gewände, die Dächer der Seitenschiffe sind tief nach unten gezogen, und der Glockenturm mit dem Haupteingang schließt um 45° gedreht seitlich neben dem Hauptschiff an. Neugotische Maßwerkfenster prägen die Fassade.
Die Christuskirche wurde 1881 bis 1883 auf dem Beethovenplatz vom Frankfurter evangelisch-kirchlichen Hülfsverein errichtet, einer Personalgemeinde, die der Kaufmann und Theologe Emil Moritz von Bernus (1843–1913) gründete, nachdem die Konsistorialkirche einen Neubau im wachsenden Westend nicht finanzieren konnte. Die Stadtverordnetenversammlung lehnte den Bauantrag ab; erst das Votum von Oberbürgermeister Johannes von Miquel gab den Ausschlag. Der aus Dänemark stammende Architekt Aage von Kauffmann entwarf eine neugotische dreischiffige Basilika nach Vorbildern mittelalterlicher Kirchen der Bretagne und Englands. Bei den Luftangriffen vom 4. Oktober 1943 und 18. März 1944 stark beschädigt, blieb sie über dreißig Jahre Ruine, wurde 1976/77 wiederaufgebaut und am 28. Februar 1978 als Ökumenisches Zentrum eingeweiht.
Seit 1978 ist das Gebäude ein ökumenisches Zentrum, das drei Gemeinden teilen: die evangelische Christus-Immanuel-Gemeinde, eine serbisch-orthodoxe Gemeinde und die ostafrikanische Oromo-Gemeinde Frankfurts. Jede richtete in den ehemaligen Seitenschiffen und der Apsis eine Kapelle nach ihren liturgischen Anforderungen ein; mobile Holzwände geben bei Bedarf das Mittelschiff für größere Feiern frei.
Der Haupteingang liegt unter dem Glockenturm, der um 45 Grad gedreht seitlich neben dem Hauptschiff am Beethovenplatz anschließt. Seit 1978 ist der Innenraum in kapellenartige Räume in den ehemaligen Seitenschiffen und der Apsis gegliedert, die sich mit mobilen Holzwänden zum Mittelschiff öffnen lassen; jede der drei Gemeinden richtet ihren Bereich nach ihren liturgischen Anforderungen ein.
Die kleinste Glocke überstand den Brand der Kirche 1944 und wurde wieder aufgehängt; die beiden größeren waren 1939 für Rüstungszwecke abgegeben worden. 1933 von Rincker gegossen, wiegt sie 300 kg und trägt die Inschrift „Ewiges Leben“.
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