St. Christophorus, Pfarrkirche in Reinhausen, Deutschland
Die St. Christophorus-Kirche steht auf dem Sandsteinfelsen des Kirchbergs, etwa 30 Meter nördlich einer Felskante, die zum Tal des Wendebachs abfällt. Ihre Westfront ist ein Doppelturmriegel mit roten Pyramidendächern, schmalen Rundbogenfenstern und einem einzigen Rundbogenportal. Der Innenraum ist eine Hallenkirche mit weiß verputzten Pfeilern, Rundbögen und roter Decke.
Die Kirche entstand ursprünglich als Burgkapelle der Grafen von Reinhausen im 10. Jahrhundert und wurde im 12. Jahrhundert zu einer Benediktinerklosterkirche umgewandelt. Diese Umgestaltung prägte die religiöse Funktion des Gebäudes für viele Jahrhunderte.
Die Kirche trägt den Namen des heiligen Christophorus, dessen Steinplastik im Inneren als Schutzpatron des Baus steht. In der Kirche sind zwei spätgotische Altäre und großflächige Reste spätmittelalterlicher Wandmalerei erhalten, und im Dorf heißt sie weiterhin Klosterkirche Reinhausen – eine Erinnerung an das nach der Reformation von 1542 aufgelöste Benediktinerkloster.
Die Kirche steht auf dem Kirchberg etwa 30 Meter nördlich einer Felskante über dem Tal des Wendebachs; die Zufahrtsstraße endet an einem befestigten Parkplatz auf der Westseite. Süd- und Ostseite grenzen an den umfriedeten Kirchhof, während die Nordseite zum ehemaligen Klostergelände nicht öffentlich zugänglich ist. Die Kirche ist um etwa 23 Grad gegenüber der exakten Ostung gedreht.
Die drei in den Felsen gehauenen Treppen, einst der einzige Weg vom Dorf hinauf, sind bis heute erhalten; ihre Stufen sind durch jahrhundertelangen Gebrauch stark ausgetreten. Fuhrwerke konnten die Kirche nur von Nordosten über den Domänenhof erreichen, bis im frühen 19. Jahrhundert die Straße auf den Kirchberg angelegt wurde.
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