Emswehr Hanekenfähr, Flusswehr bei Hanekenfähr, Deutschland
Das Hanekenfähr-Sperrwerk überspannt die Ems und verbindet die Gemeinden Lingen und Emsbüren mit einer vierfeldrigen Wehranlage. Die Struktur regelt den Wasserspiegel und ermöglicht die Schifffahrt durch den Kanal.
Das erste Wehr in Hanekenfähr wurde zwischen 1823 und 1825 als Nadelwehr aus einfachen Eichenbalken errichtet, in Vorbereitung des Ems-Hase-Kanals, um die Ems aufzustauen, damit Lastkähne mit etwa einem Meter Tiefgang den neuen Kanal erreichten. 1876/77 ersetzte man es für den Ems-Vechte-Kanal durch ein feststehendes Überfallwehr aus Stein und baute auf Drängen der Fischerei zwei Fischpässe ein, eine Lachstreppe und eine Aalleiter. 1896 wurde es beim Bau des Dortmund-Ems-Kanals umgebaut und verstärkt.
Vor Ort heißt das Wehr umgangssprachlich „Der Wasserfall“, nach dem breiten, stufenförmigen Überfall, über den die Ems hier abfällt. Der Name Hanekenfähr verweist selbst auf eine frühere Fährstelle an diesem Flussabschnitt. Unweit der Staustufe ist ein kleines Teilstück des alten Ems-Hase-Kanals mit einer alten Schleusenkammer erhalten.
Das Wehr liegt etwa 8 km südlich von Lingen; das Nordufer gehört zu Lingen, das Südufer zu Elbergen in der Gemeinde Emsbüren. Unweit der Staustufe ist ein kleines Teilstück des alten Ems-Hase-Kanals mit einer alten Schleusenkammer erhalten. Die Anlage untersteht dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ems-Nordsee.
Seit den 1920er Jahren werden Pläne für ein Wasserkraftwerk an diesem Ort diskutiert. Aktuelle Vorschläge sehen den Einsatz von Wasserschnecken zur Stromerzeugung vor, was eine nachhaltige Energiequelle für die Region bieten könnte.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.880 Mitwirkenden weltweit.