Judentanzhaus, Baudenkmal in Georgengasse 17, Rothenburg ob der Tauber, Deutschland
Das Haus Georgengasse 17 ist ein dreigeschossiges Gebäude mit Fachwerk und Renaissance-Elementen, das 1613 in seiner heutigen Form errichtet wurde. Die Fassade zeigt typische Merkmale der fränkischen Baukunst jener Zeit mit strukturierten Holzbalken und symmetrischen Fensterreihen.
Bereits vor dem Pogrom von 1298 gab es innerhalb des älteren Mauerrings ein jüdisches tantzhaus, das 1353 in einer Urkunde des späteren Kaisers Karl IV. erwähnt wird. Der heutige Fachwerkbau in Renaissanceform wurde 1613 von der Patrizierfamilie von Winterbach auf den Grundmauern der ehemaligen Judenherberge errichtet. Nach der Zerstörung 1945 wurde das Haus wieder aufgebaut.
Kaiser Karl IV dokumentierte das Tanzhaus in einer Urkunde von 1353 als zentralen Versammlungsort der jüdischen Bevölkerung.
Das Haus liegt in der Altstadt von Rothenburg ob der Tauber und ist zu Fuß über die engen mittelalterlichen Gassen leicht zu erreichen. Der Standort befindet sich in der Nähe anderer historischer Gebäude, die das jüdische Viertel der Stadt kennzeichnen.
Der Name Judentanzhaus bezeichnet ein jüdisches Tanzhaus, ein Gebäudetyp, der in Rothenburg vor dem Pogrom von 1298 belegt und 1353 in einer Urkunde Karls IV. erwähnt ist. Das heutige Haus ist jedoch nicht jener mittelalterliche Bau: Es wurde nach 1945 wieder aufgebaut, die heute sichtbare Renaissanceform ist also eine Rekonstruktion.
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