Mallertshofer Holz mit Heiden, Naturschutzgebiet in Eching, Deutschland
Das Mallertshofer Holz mit Heiden ist ein Naturschutzgebiet nördlich von München, das aus Kiefernwäldern, Heideflächen und offenen Kiesbereichen besteht. Das Gelände erstreckt sich über mehrere Gemeinden und bietet eine Mischung aus Wald und offenen Landschaften mit unterschiedlichen Bodentypen.
Rund 430 ha der heutigen Fläche waren Truppenübungsplatz der Bundeswehr und Panzerübungsgelände. Seit 2008 verhandelte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben mit Garching und Eching über die Übergabe im Rahmen des Programms Nationales Naturerbe; im April 2013 gingen die Flächen an die Gemeinden über, die Betreuung übernahm der Heideflächenverein. Das Schutzgebiet besteht seit 1995 unter der Kennung NSG-00501.01.
Der Name Mallertshofen geht auf den bajuwarischen Personennamen Madalhart zurück, erstmals im 12. Jahrhundert als Madalhartshoven urkundlich erwähnt. Der Weiler mit zwei ganzen Höfen wurde um 1880 aufgegeben, die verbliebenen bäuerlichen Gebäude abgerissen. Erhalten blieb nur die denkmalgeschützte Kirche St. Martin, die heute allein am Ostrand der Wüstung steht; ihr heutiges Erscheinungsbild bestimmen Um- und Ausbauten aus dem 17. Jahrhundert, und sie ist der Pfarrei St. Korbinian in Lohhof als Nebenkirche zugeordnet.
Besucher müssen auf ausgewiesenen Wegen bleiben und Hunde an der Leine führen, um die empfindlichen Ökosysteme zu schützen. Es ist wichtig, sich an diese Regeln zu halten, um die seltenen Pflanzen und Tiere zu bewahren.
Eine ehemalige Kiesgrube namens Kastner Grube hat sich natürlich in ein vielfältiges Biotop umgewandelt und bietet heute Lebensraum für gefährdete Arten. Dieser Ort zeigt, wie Naturschutz auch auf anthropogenen Flächen entstehen kann.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.485 Mitwirkenden weltweit.