ORAG-Haus, Architektonisches Denkmal in Münchner Altstadt, München, Deutschland.
Das ORAG-Haus ist ein fünfgeschossiges Gebäude im Münchner Altstadt-Viertel mit aufwendig gestalteter Stuckfassade, hervortretenden Erkerfenstern und farbigen Wandmalereien. Die Struktur verbindet administrative und gewerbliche Nutzflächen und prägt durch ihre Architektur die Ecke zum Sankt-Jakobs-Platz.
Das Haus wurde 1896 bis 1897 von den Architekten Johann Grassley und Max Krause als Geschäfts- und Verwaltungsgebäude errichtet. 1929 übernahm das Schneiderei-Atelier ORAG das Anwesen, das bis heute seinen Namen prägt.
Das Gebäude zeigt an seiner Fassade kunstvolle Stuckelemente und Wandmalereien, die von den handwerklichen Traditionen des späten 19. Jahrhunderts erzählen. Diese dekorativen Details prägen bis heute das Erscheinungsbild des Platzes und erinnern an eine Zeit, in der solche aufwendigen Verzierungen das tägliche Stadtbild bestimmten.
Das Gebäude befindet sich an der Adresse Oberanger 9 im Zentrum Münchens und ist leicht über öffentliche Verkehrsmittel oder zu Fuß erreichbar. Da es sich um ein aktives Büro- und Geschäftsgebäude handelt, sind die meisten Bereiche von außen einsehbar, während interne Räume der Privatsphäre unterliegen.
Das benachbarte Haus des Kunstschnitzers Ignaz Günther gilt als das schmalste Wohnhaus der Münchner Altstadt und erzählt auf engstem Raum von der Vielfalt historischer Architektur. Diese unmittelbare Nachbarschaft zweier völlig unterschiedlicher Gebäudetypen bildet ein einzigartiges Kontrast-Paar im Zentrum.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.