Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Lesben und Schwulen, Denkmal in München
Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen in München ist ein farbiges Mosaikfeld an der Ecke Oberanger und Dultstraße. Es besteht aus etwa 90 Quadratmetern bemaltem Beton mit rosa und schwarzen Dreiecken, die an die Kennzeichen aus Konzentrationslager erinnern.
Die Verfolgung begann mit einem großen Polizeieinsatz in der Schwarzfischer-Bar am 20. Oktober 1934, der den systematischen Kampf gegen Homosexuelle einleitete. Zwischen 1933 und 1945 wurden etwa 50.000 Männer verurteilt, und Tausende landeten in Konzentrationslagern, wo viele starben.
Das Denkmal erinnert an einen Ort, der vor dem Zweiten Weltkrieg ein Treffpunkt für die Schwulen- und Lesbengemeinde war. Die bunten Mosaiksteine und die eingelegten Dreiecke erzählen vom Leben dieser Menschen vor der Verfolgung und von ihrem Widerstand.
Das Denkmal befindet sich in der Altstadt Münchens an einer gut zugänglichen Ecke in der Nähe des Sendlinger Tors. Es gibt keine festen Besuchszeiten, da es sich um ein öffentliches Kunstwerk handelt, das man jederzeit sehen kann.
Das Design stammt von der Künstlerin Ulla von Brandenburg, die einen Wettbewerb der Stadt gewann. Kostenlose Führungen von Fachleuten beginnen am nahe gelegenen Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz, benannt nach einem frühen Schwulenrechtsaktivisten.
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