Römisches Militärlager Ingolstadt-Zuchering, Römischer Militärstandort in Zuchering, Deutschland
Das Römische Militärlager Ingolstadt-Zuchering ist eine archäologische Stätte mit rechteckigen Strukturen und Verteidigungsgräben, die sich über ein Hektar Ackerlandes erstreckt. Die Grabungen legten eine typische Legionärsfestung aus dem 1. Jahrhundert frei, deren Grundrisse noch heute in der Landschaft erkennbar sind.
Das Lager entstand im 1. Jahrhundert, als Rom die Donaugrenze befestigte und Truppen an strategischen Positionen stationierte. Archäologen entdeckten zwischen 1978 und 1982 an dieser Stelle drei Militärlager und einen Abschnitt der südlichen Donaustraße.
Die Fundstücke aus dem Lager zeigen, wie römische Soldaten hier alltäglich lebten und arbeiteten. Kochgeschirr, Werkzeuge und persönliche Gegenstände geben Einblick in die regelmäßigen Abläufe einer Garnison an der Grenze des Imperiums.
Das Gelände befindet sich südöstlich von Seehof und ist heute ein offenes Feld ohne Besucherzentrum oder Infrastruktur vor Ort. Um die Fundstücke und weitere Informationen zur Geschichte des Lagers zu sehen, sollte man das Stadtmuseum Ingolstadt besuchen.
Der Sandrach-Fluss durchfließt das Gebiet und folgt dabei einem uralten Donaubett, das nur wenige hundert Meter vom Lager entfernt vorbeifließt. Dieser Wasserlauf war wahrscheinlich einer der Gründe, warum die Römer gerade an dieser Stelle eine Festung errichteten.
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