Missionshauskirche, Neuromanische Kirche in St. Wendel, Deutschland.
Die Missionshauskirche ist ein neoromanisches Kirchengebäude in St. Wendel, das mit drei Bronzeglocken ausgestattet ist, die 1955 in der Gießerei Saarlouis gegossen wurden. Das Instrument verfügt über eine Stahlhuth-Orgel mit 30 Registern, die auf drei Manuale und Pedalwerk verteilt sind.
Die Grundsteinlegung fand 1910 statt, und Bischof Michael Felix Korum weihte das Gebäude am 1. Juni 1913 ein. Der Architekt Ludwig Becker war an der Gesamtplanung beteiligt und prägte das neoromanische Erscheinungsbild des Bauwerks.
Der Innenraum wurde von Pater Alfred Fraebel gestaltet und spiegelt die Verbindung zwischen Kirche und Missionsarbeit wider. Besucher können sehen, wie der Raum für Gottesdienste und religiöse Unterricht gleichermaßen genutzt wurde.
Das Gebäude ist leicht vom Stadtzentrum zu erreichen und liegt in einem ruhigen Wohngebiet. Der Besuch ist unkompliziert, und Besucher sollten sich Zeit nehmen, um die Orgel und die Glocken zu erkunden.
Während des Zweiten Weltkriegs beschlagnahmte die Nazi-Regierung das Missionshaus und wandelte die angeschlossene Schule in eine Nationalpolitische Erziehungsanstalt um. Dies war eine dunkle Phase in der Geschichte des Ortes, die heute an das Schicksal vieler religiöser Einrichtungen während dieser Zeit erinnert.
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