Untertageanlage Lorch-Wispertal, Militärische Untertageanlage in Lorch, Deutschland
Die Untertageanlage Lorch-Wispertal ist ein unterirdischer Bunker, der sich durch den Ranselberg erstreckt und militärische Zwecke erfüllte. Ein Haupttunnel verbindet mehrere Lagerkammern und bietet Platz für Fahrzeuge verschiedener Größen.
Die Anlage wurde 1962 gebaut und war ein Ergebnis der militärischen Planung während des Kalten Krieges in Westdeutschland. Der Bau erforderte den Abbau großer Gesteinsmengen und dauerte mehr als eine Dekade.
Der Lorcher Gemeinderat stimmte dem Bundeswehrvorhaben am 11. Mai 1959 zu, nachdem der Magistrat bereits dafür votiert hatte, in der Hoffnung, eine Garnison werde örtliche Arbeitsplätze schaffen. Das Depot wurde von einer hauptberuflichen Bundeswehrfeuerwehr betrieben, und über zweitausend Ionisationsrauchmelder wurden von einer außerhalb des Berges gelegenen Feuerwache aus überwacht.
Die Anlage ist geschlossen und nicht zu besichtigen; die Stollen sind nicht zugänglich. Die beiden Portale liegen an der L 3033 von Lorch nach Bad Schwalbach (Einfahrt) und an der L 3397 bei Ransel (Ausfahrt); der Hauptverkehrsstollen durchquert den Ranselberg auf etwa zwei Kilometern, ständig abfallend vom Röderfell/Wolfsloch zum Tiefenbachtal. Lastkraftwagen bis 3,30 m Höhe und 4,00 m Breite konnten ihn passieren.
Der Hauptverkehrsstollen fällt auf etwa zwei Kilometern ständig ab, vom Röderfell/Wolfsloch zum Tiefenbachtal, und die gesamte Anlage liegt schief im Berg: je 1 % Gefälle von Süden nach Norden und von Osten nach Westen, damit eindringendes Wasser abfließt.
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