Haus am Köllnischen Park, Architektonisches Denkmal in Berlin-Mitte, Deutschland.
Das AOK-Gebäude ist eine sechsgeschossige Konstruktion mit stahlerner Skelettbauweise und dunkelvioletten Ziegelfassaden, auf denen dekorative Terrakottafiguren sechs seitliche Treppenpilaure schmücken. Der Komplex erstreckt sich mit einem langgestreckten Trakt entlang der Straße und zwei rückwärtigen Flügeln, die einen großen überdachten Innenhof bilden.
Albert Gottheiner entwarf das Gebäude für die Zentralverwaltung der AOK Berlin; Baubeginn war 1930, eröffnet wurde es 1933. Von 1955 bis 1990 beherbergte es die Parteihochschule „Karl Marx“ der SED, eine staatlich registrierte Hochschule mit Promotions- und Habilitationsrecht, die Funktionäre und junge Sozialisten aus Entwicklungsländern ausbildete. Ein Erweiterungsbau von 1971 an der Straße Am Köllnischen Park diente Kongressen und Jugendweihefeiern.
Wegen seiner roten Klinkerfarbe und der Nutzung als SED-Kaderschmiede nannten die Berliner das Gebäude „Rotes Kloster“. Die sechs Terrakottafiguren an den Pfeilervorlagen stammen von dem Bildhauer Anton Lechtner.
Die Straßenfront an der Rungestraße beherrscht ein achtachsiger Mittelbau mit Portal und Freitreppe; die sechs Terrakottafiguren des Bildhauers Anton Lechtner sitzen an den Pfeilervorlagen bis zur fünften Etage. Der zweietagige westliche Teil liegt an der Wassergasse. Seit 2013 wurden die Nebengebäude einschließlich des Kultur-Erweiterungsbaus von 1971 abgerissen, sodass der Straßenblick teils Baustelle ist.
Die sechs Terrakottafiguren an den Pfeilervorlagen und die plastische Flächengestaltung der Klinkerverblendung stammen von dem Bildhauer Anton Lechtner. Wegen seiner roten Farbe und der Nutzung als SED-Kaderschmiede nannte der Berliner Volksmund das Gebäude „Rotes Kloster“.
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