Lindenbeinsche Villa, Gebäude in Quedlinburg in Sachsen-Anhalt
Die Lindenbeinsche Villa ist ein Neugotik-Gebäude aus dem Jahr 1898, das auf einem großen Grundstück neben der Stadtmauer von Quedlinburg steht. Das Haus aus geschnittenem Stein hat ein Dach mit Zinnen und Türmchen, weiße Fenster und einen Garten mit alten Bäumen wie Ginkgos und Kiefern.
Das Gebäude wurde 1898 für den Industriellen Georg Lindenbein vom Architekten Friedrich Staeding entworfen und sollte seinen wirtschaftlichen Erfolg widerspiegeln. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente die Villa als Militärbüro, später als Textilfabrik und wurde schließlich mehrere Jahrzehnte lang vernachlässigt, bis die Familie Wobst 1995 mit der Restaurierung begann.
Die Villa trägt den Namen ihrer Erbauer, der Familie Lindenbein, die das Haus im frühen 20. Jahrhundert prägte. Heute können Besucher im Inneren originale Wandmalereien, verzierte Fliesen und Kaminöfen sehen, die zeigen, wie wohlhabende Familien damals lebten und ihre Häuser gestalteten.
Die Villa liegt direkt an der Wallstraße westlich der Altstadt und ist leicht vom Stadtzentrum erreichbar. Da das Haus heute als Hotel mit Restaurant und Cafe funktioniert, können Besucher sowohl Teile des Interieurs besichtigen als auch Mahlzeiten oder Getränke dort zu sich nehmen.
Das Haus war bei seiner Erbauung technologisch fortgeschritten und besaß bereits elektrische Beleuchtung durch einen eigenen Generator, warmes und kaltes Wasser in allen Badezimmern sowie ein Telefonsystem zwischen den Zimmern. Im Garten wächst ein besonders großer Ginkgo-Baum aus der Gründungszeit des Hauses, der noch heute zu sehen ist.
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