Eddeboe, Bodendenkmal in Flensburg, Deutschland
Eddeboe ist eine archäologische Stätte in der westlichen Marienhölzung in Flensburg mit zwei unterschiedlichen befestigten Bereichen, die durch Wälle und Gräben strukturiert sind. Man kann dort Überreste eines ehemals befestigten Wohnplatzes erkennen, dessen Grundrisse und Wasserbauten noch heute sichtbar sind.
In der Marienhölzung liegen zwei mittelalterliche Burgstellen. Die ältere auf dem Brandplatz war eine rechteckige Wasserburg von etwa 70 auf 45 Metern, umgeben von einem von einem Bach gespeisten Graben. Die jüngere auf dem Junkerplatz, rund 100 Meter westlich, maß etwa 150 auf 130 Meter und war von einem Erdwall und einem Graben umgeben. Eine Pergamenturkunde vom 27. März 1401 nennt Ivar Juel als Eigentümer; die Familie Jul wird mit Flensburgs erstem Bürgermeister Peter Juel verbunden.
Der Name Eddeboe bedeutet „Stammburg“ (boe = Burg, Edde = Geschlecht). Laut dem Diplomatarium Flensborgensis war das Gut im Besitz der Familie Jul, aus der Peter Juel stammte, der dort als erster Bürgermeister Flensburgs genannt wird; eine Pergamenturkunde vom 27. März 1401 nennt Ivar Juel als Eigentümer. Die Sage erzählt von einem wilden Ritter auf Eddeboe, der Mädchen raubte, und von einer versunkenen Burg, deren Turmspitzen und Glocken mittags im Jungfernsee zu sehen sein sollen.
Das Gelände ist zugänglich und verfügt über eine Informationstafel vor Ort, die Erklärungen zur Geschichte und Struktur bietet. Am besten besucht man den Ort zu Fuß von der Stadt aus, um die Umgebung im Wald zu genießen.
Die Anlage war auf einem Hügel erbaut und von Wassergräben umgeben, was sie in der flachen Landschaft besonders sichtbar machte. Diese Lage bot Schutz und demonstrierte zugleich den Wohlstand und die Macht des Besitzers für alle Vorbeigehenden.
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