St.-Michael-Kirche, Denkmalgeschützte Kirche in Weiche, Flensburg, Deutschland.
St. Michaelkirche ist eine ehemalige römisch-katholische Kirche am Ochsenweg im Flensburger Stadtteil Weiche, die 1963/64 nach Entwürfen des Wiesbadener Architekten Paul Johannbroer erbaut wurde. Sie besteht aus einem kuppelförmigen Rundbau und einem separaten Glockenturm; die Kuppel wurde mit der der Hagia Sophia verglichen. Die farbigen Betonglasfenster entstanden zeitgleich nach einem Entwurf von Johannes Beeck.
Die Kirche wurde als Garnisonskirche gebaut und spiegelt die militärische Präsenz in Flensburgs Vergangenheit wider. Sie entstanden aus dem Bedarf der Soldaten nach einem Ort für religiöse Andacht während ihrer Zeit in der Stadt.
Die Kirche wurde nach dem heiligen Michael benannt, dem Schutzpatron der Deutschen und der Soldaten, und diente als katholische Garnisonkirche für die Wehrpflichtigen der Briesen-Kaserne. Wegen ihrer halbkugelförmigen Kuppel erhielt sie den Volksnamen „Halbe Welt“. Seit der Profanierung 2005 finden keine Gottesdienste mehr statt; die Aktionsgemeinschaft Gesunder Stadtteil Weiche setzt sich für den Erhalt ein.
Die Kirche ist seit 2005 geschlossen und profaniert, es gibt also keine Öffnungszeiten und keine Führungen; sie ist nur von außen zu sehen. Sie steht am Ochsenweg an der Zufahrt nach Weiche, und ihr separater Glockenturm ist von der Zufahrtsstraße aus sichtbar. Für das denkmalgeschützte Bauwerk wird weiterhin ein Käufer gesucht, das Innere ist daher nicht zugänglich.
Im Volksmund heißt die halbkugelförmige Kirche „Halbe Welt“, eine Anspielung auf ihre Ähnlichkeit mit der Hagia Sophia. Die farbigen Betonglasfenster entwarf Johannes Beeck; sie entstanden zeitgleich mit dem Bau 1963/64. Der separate Glockenturm steht neben dem Kuppelrundbau an der Zufahrtsstraße nach Weiche.
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