Heiliges Grab, Ehemalige Kirche und Kloster in Speyer, Deutschland
Das Heilige Grab ist ein Kirchenkomplex mit romanischen Merkmalen wie dicken Steinmauern, Rundbogenarkaden und ornamentalen Verzierungen, der im Mittelalter errichtet wurde. Der Bau kombiniert ein Gotteshaus mit angrenzenden Klostergebäuden in einer zusammenhängenden Anlage.
Das Kloster entstand im Mittelalter mit der Absicht, das Heilige Grab in Jerusalem nachzuahmen und so deutschen Gläubigen Pilgerfahrten zu ermöglichen. Die Anlage spiegelt die große Bedeutung wider, die Jerusalem und heilige Orte für die damalige Bevölkerung besaßen.
Die Kirche wurde nach 1148 von zwei reichen Speyerer Bürgern nach ihrer Pilgerreise nach Jerusalem als Nachbau der Grabeskirche errichtet; Pilger sollen bezeugt haben, sie gleiche dem Jerusalemer Original. Der für die Templer typische Rundbau brachte ihr den Beinamen „Tempelherren Kirche“ ein. Die Anlage ist nicht erhalten.
Die Kirche steht nicht mehr; nur der markante Rundbau blieb nach der Zerstörung Altspeyers durch spanische Truppen 1630 als Ruine erhalten und wurde 1689 in Brand gesetzt. Die Stelle liegt an der Diebsbrücke im äußersten Norden der Vorstadt Altspeyer, vor den alten Stadttoren. Heute ist kein Gebäude zu betreten, der Besuch ist also eher ein Weg zum Ort als eine Besichtigung.
Die Anlage wurde nach genauen Messungen konzipiert, die Entfernungen und räumliche Beziehungen von Orten im Heiligen Land widerspiegeln. Diese Details zeigen, wie sorgfältig die Baumeister das Original nachzubilden versuchten und verleihen dem Ort eine besondere geometrische Präzision.
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