St. Bernhard, Pfarrkirche in Speyer, Deutschland.
St. Bernhard ist eine katholische Friedenskirche, die 1953–1954 auf einem Teil des Alten Friedhofs am Hirschgraben 3 erbaut wurde. Der Architekt Ludwig Ihm verband Ziegel und Sandstein in einem Saalraum mit frei stehendem Campanile, was in Deutschland ungewöhnlich ist. Im Turm hängen vier Glocken; im offenen Giebeltürmchen auf dem Kirchendach hängt die Totenglocke.
St. Bernhard wurde 1953–1954 als Friedenskirche erbaut und am 26. September 1954 von Kardinal Joseph Wendel mit deutschen und französischen Bischöfen geweiht. Den Grundstein legte am 23. August 1953 der Apostolische Nuntius Aloysius Muench im Beisein von Konrad Adenauer und Robert Schumann. Die Hälfte der Bausumme wurde durch Sammlungen bei französischen Katholiken aufgebracht. Bis etwa 1982 war sie eigene Pfarrei, seit 2016 gehört sie zur Pfarrei Pax Christi.
Die Kirche ist ein Treffpunkt für die Gemeinde von Speyer und wird heute noch für Gottesdienste und Gebete genutzt. Dieses aktive Gemeindeleben macht sie zu einem wichtigen sozialen Ort im Stadtviertel.
Die Kirche liegt am Hirschgraben 3 im Südosten des Alten Friedhofs von Speyer. Der Mittwochsgottesdienst um 17 Uhr ist eine Eucharistiefeier für den Frieden, und die Kinderkirche im Turm findet sonntags um 11 Uhr statt.
Der freistehende Glockenturm, für eine deutsche Kirche ungewöhnlich, birgt vier 1954 in der Glockengießerei Hamm in Frankenthal gegossene Glocken; die größte wiegt 1.680 kg. Die zweite Glocke sprang und wurde 1987 in Karlsruhe neu gegossen. Im offenen Giebeltürmchen auf dem Kirchendach hängt eine stillgelegte Totenglocke.
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