Wiesenbeker Teich, Kulturerbe-Stauteich in Bad Lauterberg im Harz, Deutschland.
Der Wiesenbeker Teich ist ein künstlicher Stausee bei Bad Lauterberg im Harz, der von einem Erddamm aufgestaut wird. Ein gerader Kiesweg führt auf das dunkle Wasser zu, links von hohen Gräsern und einer Holzbank, rechts von einem Drahtzaun gesäumt. Nahe der Mitte des Wassers stehen ein kleines Gebäude mit Satteldach und ein höherer blockartiger Bau, dahinter erheben sich bewaldete Hügel.
Der Teich wurde 1715 angelegt, um die Kupfermine Aufrichtigkeit in Lauterberg mit Wasser zu versorgen. Später wurde er zu einem wichtigen Bestandteil der Wasserversorgung der Lauterberger Königshütte.
Der Wiesenbeker Teich gehört zum UNESCO-Welterbe Oberharzer Wasserregal, einem System aus Teichen und Gräben, das einst für den Bergbau angelegt wurde. Wer das Ufer entlanggeht, kann noch heute die alten Dämme und Gräben erkennen, die Wasser von weither hierher leiteten.
Am Südufer liegen ein Campingplatz mit Freizeitmöglichkeiten und ein Sandstrand; die Bademöglichkeiten können auch von Besuchern genutzt werden, die nicht dort campen. Seit den 2020er Jahren befindet sich eine kleine Wasserskianlage in der Mitte des Teichs, und der DLRG Bad Lauterberg betreibt am Südufer eine Station. Der Teich liegt auf einer Etappe des Harzer Baudensteigs.
Abgedichtet wurde der Damm mit Rasensoden, nicht mit Torf, und zwar erstmals im Harz in Dammmitte statt an der wasserseitigen Böschung. Auch der Striegel, der Ablassschacht, wurde in der Dammmitte angeordnet. Alle später angelegten Teiche des Oberharzes entstanden nach dieser „Lauterbergischen Teichbauweise“.
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