Friedhof der Opfer des Faschismus, Gedenkfriedhof in Paulsstadt, Schwerin, Deutschland
Der Friedhof der Opfer des Faschismus ist eine Begräbnisstätte in Paulsstadt, auf der etwa 1.500 Gräber verschiedener Opfergruppen zu finden sind. Die Anlage umfasst Einzelgräber und mehrere Gemeinschaftsgrabstätten am Obotritenring.
Der Friedhof entstand zwischen 1943 und 1945, als sowjetische Zwangsarbeiter dort bestattet wurden. Am 8. Mai 1945 kamen Überreste von 74 Häftlingen aus dem Konzentrationslager Wöbbelin hinzu.
Der Friedhof zeigt ein Denkmal eines trauernden sowjetischen Soldaten aus dem Jahr 1978, das sich im nördlichen Bereich unter den Gräbern von Rotarmisten befindet. Die Darstellung prägt bis heute das Erscheinungsbild dieses Ortes und macht die sowjetische Trauer um die Gefallenen sichtbar.
Der Friedhof wurde zwischen 2011 und 2013 komplett instandgesetzt und ist nun für Besucher zugänglich, die mehr über diese Geschichte erfahren möchten. Die gut erhaltene Anlage ermöglicht einen ruhigen und informierten Rundgang über das Gelände.
Der Friedhof vereinigt verschiedene Opfergruppen wie Konzentrationslagerinsassen, sowjetische Zivilisten, Rotarmisten und Verfolgtenopfer des Nazi-Regimes. Diese Vermischung von unterschiedlichen Opferkategorien macht die Komplexität der damaligen Zeiten sichtbar.
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