Johanneskirche, Neugotische Kirche in Darmstadt, Deutschland.
Die Johanneskirche ist eine neugotische Kirche nach Plänen von Heinrich von Schmidt, eingeweiht 1894. Ihr 61 Meter hoher Turm aus rauen dunklen Steinblöcken trägt eine steile, mit hellgrünen Platten verkleidete Spitze. Daneben steht ein niedrigerer runder Treppenturm mit passendem grünem Kegeldach. Der Turm zeigt schmale Öffnungen, ein Zifferblatt, ein großes Spitzbogenfenster und einen giebeligen Eingang mit rundbogiger Tür.
Die neugotische Kirche wurde nach Plänen des Münchner Architekten Heinrich von Schmidt unter Leitung von Karl Schwartze für die neu gegründete Johannesgemeinde errichtet und 1894 eingeweiht. Luftangriffe 1943/44 zerstörten sie weitgehend, sie brannte vollständig aus. 1952 wurde sie unter Karl Schaefer mit finanzieller Unterstützung der Chevy Chase Presbyterian Church aus Washington wieder aufgebaut, wobei viele neugotische Einzelheiten verloren gingen. Ihre vier Bronzeglocken von Andreas Hamm aus dem Jahr 1894 überstanden die Beschlagnahme und kehrten 1951 zurück.
Die Johanneskirche gab dem heutigen Johannesviertel seinen Namen; das Viertel hieß ursprünglich nach seinem Erbauer Heinrich Blumenthal „Blumenthalviertel“. Der Platz vor dem Haupteingang, zu Beginn des 20. Jahrhunderts Wilhelmplatz, wurde 2010 und 2011 erneuert und in „Johannesplatz“ umbenannt. Seit 1957 befinden sich die „Schwarzbeck-Figuren“ von Fritz Schwarzbeck in der Kirche.
Das Gebäude steht für regelmäßige Gottesdienste und Gemeinschaftsveranstaltungen offen und lässt sich leicht zu Fuß erreichen. Besucher sollten beachten, dass religiöse Zeremonien stattfinden und entsprechendes Verhalten erwartet wird.
Die vier Bronzeglocken im 61 Meter hohen Turm goss 1894 Andreas Hamm aus Frankenthal; im Zweiten Weltkrieg als Metallspende beschlagnahmt, lagerten sie in Hamburg und kehrten 1951 nach Darmstadt zurück. Die Steinmeyer-Orgel von 1952, Opus 1831 mit 40 Registern, verbindet romantische Orgelbautradition mit der deutschen Orgelbewegung.
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