St. Johannes Baptist, Pfarrkirche in Rheine, Deutschland
St. Johannes Baptist ist die katholische Pfarrkirche von Mesum bei Rheine, 1890 nach einem Entwurf des Dombaumeisters Hilger Hertel des Älteren errichtet. Hertel nannte seinen Plan eine „Kreutzkirche (Centralbau)“: Von einer quadratischen Vierung gehen vier gleich lange Kreuzarme aus, im Osten mit Chorapsis, dazwischen niedrigere Diagonalkapellen. Wegen des knappen Bauplatzes ist die Kirche nicht geostet, sondern nord-südlich ausgerichtet.
Pfarrer Pelle stieß das Projekt 1879 an, doch sein Tod 1881 stoppte die Arbeiten. Sein Nachfolger Johann August Bisping gewann den Kölner Dombaumeister Hilger Hertel den Älteren, dessen Entwürfe am 27. September 1885 genehmigt wurden. Der Grundstein wurde am 20. Juli 1887 gelegt, und Bischof Dingelstad weihte die Kirche am 3. Juni 1890 ein.
Seit 2012 ist St. Johannes Baptist Pfarrkirche des Seelsorgebezirkes St. Johannes der Täufer, zu dem die ehemals eigenständigen Gemeinden Elte (St. Ludgerus), Hauenhorst (St. Mariä Heimsuchung) und Mesum gehören. Die Kirche trägt das Patrozinium Johannes des Täufers; sein Gedenktag wird am 24. Juni begangen.
Die Kirche steht in Mesum, nicht in der Innenstadt von Rheine. Ihre Nord-Süd-Ausrichtung ergibt sich aus dem begrenzten Bauplatz, sodass der Altar nicht wie bei traditionellen westfälischen Dorfkirchen nach Osten ausgerichtet ist. Der Grundstein liegt knapp unter der Erdoberfläche im östlichen Vierungspfeiler und ist nicht sichtbar.
Hilger Hertel der Ältere richtete die Kirche aus Platzmangel nord-südlich statt wie üblich nach Osten aus. Für den Zentralbau nahm er sich die Liebfrauenkirche in Trier zum Vorbild, die erste hochgotische Kirche Deutschlands. Der Grundstein vom 20. Juli 1887 liegt knapp unter der Erdoberfläche im östlichen Vierungspfeiler und ist heute nicht zu sehen.
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